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Entspannen in Norwegen

Manchmal muss man einfach raus. Das kennt wahrscheinlich jeder. Wenn über einem Decke zusammen fällt, man in Arbeit untergeht und die Ferne ruft. “Fernweh” ist ein Gefühl das viele nur zu gut kennen. Vor allem im berliner Winter wünscht man sich oft einfach ‘woanders’ hin. Der Winter in dieser Stadt hat nämlich die Eigenschaft vor allem eins zu sein: grau. Das macht viele von uns unglücklich, beklemmt, lustlos und depressiv. Was also tun um dieser Betonlandschaft gemischt mit bedecktem Himmel zu entkommen?

 

In unserem Fall haben wir unseren sieben Sachen ins Auto gepackt, und sind samt Maya auf in den hohen Norden, nach Norwegen. Also nicht in den ganz hohen Norden. Die Zeit ist ja dann doch begrenzt. Nein, Südnorwegen ist ja auch sehr schön. In der Nähe des Fährortes Kristiansand haben wir uns eine schöne Hütte für die Zeit nach Heiligabend bis kurz nach Neujahr gemietet und sind dort tagsüber wandern gegangen und haben es uns am Abend in der Hütte vor dem Kaminfeuer gemütlich gemacht.

Kristiansand ist ein Ort mit ca. 90.000 Einwohner und damit die sechstgrößte Stadt des Landes. Das ist schon ziemlich niedlich. Man kann das also in etwa Vergleichen mit Lichterfelde nur auf einer Fläche die etwa 15 mal so groß ist. Sehr ruhig also.

Das ist auch der Hauptgrund warum wir dort hingefahren sind zu der Jahreszeit. Statt wie in Berlin zu Sylvester einem Kleinkrieg zum Opfer zu fallen, lassen wir es mit Hund eher gelassen angehen. Maya hat es uns gedankt

“Tagsüber” ist zu der Jahreszeit in Norwegen eher ein relativer Begriff. Die Sonne geht spt auf aber dafür auch früh wieder unter. Ein Sonnentag geht mit etwas Glück von 10.00 bis 15.00. Man muss also gucken, die Zeit die man hat auch gut draußen zu nutzen. Denn wenn es dunkel ist, dann ist es dort auch wirklich dunkel. Man hat einfach nicht so viel Lichtverschmutzung wie in Berlin. Aber das ist ja nur logisch.
Durch den Golfstrom ist Kristiansand eher gemäßigt vom Klima her und hat im Vergleich zum nördlicheren Norwegen wenig Schnee und im Dezember Temperaturen die sich zwischen +2 und -2 Grad bewegen.

Das macht es aber nicht weniger schön. Viele dichter Wälder, Bächer, Plateaus, Seen und Berge machen die Landschaft einzigartig. So schön, das Slartibartfast sogar einen Preis dafür bekommen hat.

Da es nur ca. 5 Sonnenstunden am Tag gibt geht man von der Morgenröte quasi direkt über in den Sonnenuntergang. Darüber möchte ich eigentlich nicht viele Worte verlieren sondern einfach Bilder sprechen lassen.

Wir hatten großes Glück, dass wir eine Hütte gebucht hatten, die sich quasi am Rand eines Naturschutzgebietes befindet und somit in der nähren Umgebung quasi unendliche Möglichkeiten bietet zum wandern. Das war uns zwar ein anliegen, da wir mit Maya unterwegs waren aber wir dachten einfach “Wir fahren nach Norwegen, suchen uns im Lonely Planet ein paar Trails aus und gucken mal was wir so finden”. Dass wir am Ende einfach nur aus der Tür fallen mussten und 10 Minuten später mitten im Wald stehen war schon ein riesen Zufall.

Auch wenn die Anfahrt mit dem Auto sehr lang ist und Maya während der Überfahrt von Dänemark nach Norwegen im Auto bleiben musste, ist es die Strapazen absolut Wert. Wer jetzt noch nicht genug hat, kann sich noch ein paar der Impressionen anschauen.

 



Vielen Dank fürs lesen! Bis bald!

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