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B52 – 5 Fragen an.. Ep #22

Hallo Freund! Vielleicht bist du ein fleißiger Leser oder ganz neu dabei. Ich würde jedenfalls gerne mehr über dich erfahren, wir sind ja jetzt schon 22 Episoden alt und ich weiß nichts über dich. Melde dich doch einfach mal bei mir unter bastian@bastianpeschke.de

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Wo die Liebe so hinfällt.

Diese Woche habe ich die absolut wichtigste Person in meinem privaten Leben für dich. Dieses Mal meine bessere Hälfte. Das Ying zu meinem Yang. Meine Verlobte. Meine Cathi!
Dieser Samstag war unser 11. Jahrestag und ich möchte dir erzählen wie wir uns kennengelernt haben und warum ich Cathi so liebe und sie jetzt auch nicht mehr gehen lasse.

Cathi und ich haben uns in der Schule kennengelernt. Ich habe die achte Klasse wiederholt, weil ich ein Idiot war. Dass daraus die beste Geschichte meines Lebens entstanden ist, war der glücklichste Zufall aller Zeiten.
Ich war immer ziemlich schüchtern, was das andere Geschlecht angeht. Aber in der neunten Klasse sind wir uns näher gekommen. Cathi und ich haben das gleiche Wahlpflichtfach genommen. Und haben nebeneinander gesessen. Wie es so ist, kommt man dann nicht drum herum sich während des Unterrichts miteinander zu unterhalten. Wir haben ein paar Gemeinsamkeiten erkannt. Wir wollten zum Beispiel den neuen Film über Ray Charles mit Jamie Foxx sehen. Also haben wir uns verabredet, zusammen ins Kino zu gehen.

Oh Gott, ist da mein Herz vor Aufregung fast explodiert.

Ich musste mich vorbereiten. Aber was bereitet man als Neuntklässler eigentlich vor? Richtig. Ängste, Erwartungen und zu viel Deo. Ich habe einen Kriegsrat mit meiner damaligen besten Freundin gehalten und habe mir große Taktiken überlegt, wie ich möglichst leger und ungezwungen meinen Arm um ihre Schulter legen kann. So viele Stunden Vorbereitung für die Katz … Weil ich mich am Ende nicht getraut habe. „Ray“ hat aber bis heute noch einen besonderen Platz in meinem Herzen.

 

Danach hat sich das alles eigentlich immer wieder zu einem Stilstand bewegt. [großartigst formuliert, oder? Großartigst! :D]. Wir sind auf die gleichen Parties gegangen und meine Freunde haben mich damit genervt, was denn jetzt nun sei. In der Zwischenzeit habe ich mich bis über beide Ohren in Cathi verknallt. Mit allem Drum und Dran. Schmetterlinge im Bauch, kein Appetit, zu viel Appetit, schlaflose Nächte und mehr Alkohol als mein junger Körper vertragen hat. Man kennt das sicherlich.

 

Ich habe mich ein paar Wochen später bei einer Fahrradtour, während einer Pause, dazu überwinden können, Cathi meine Gefühle zu gestehen. In bester Teenager-Manier. Dramatisch stammelnd, souverän auf den Boden starrend, kamen die magischen Worte über meine Lippen: „Du … also … ähm … ich … also ich … ich glaube … dass ich dir da was sagen muss. Du musst dazu jetzt nichts sagen. Wirklich. Versprochen! Aber ich … also ich glaube, dass ich mich in dich verknallt habe.“

Das waren Gefühle, die ich so nicht kannte. Vor allem in der Zusammensetzung. Gespanntheit, Angst, Erleichterung, Schweiß, Fast-Tränen und Scham; alles auf einmal. Das war zu viel für mich. Aber ich glaube, dass ich mich damals ganz gut gemacht habe.

Und Cathi hat nichts gesagt, mehrere Wochen. Ich meine, gut, war ja auch meine Schuld. Ich habe ihr ja gesagt, dass sie nichts sagen muss.

 

Dann sollte der beste Tag meines Lebens kommen. Bei unserer Freundin Toni (die lernt ihr bestimmt auch noch kennen) haben wir zum Ende der Party hin auf einer Couch gesessen und gekuschelt. UND. JETZT. PASSIERT. ES. ENDLICH! Mein erster Kuss! Boom! Es war alles was ich wollte und noch viel mehr. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, obwohl ich mich da noch so gut dran erinnern kann.

Die umher sitzenden Freunde haben übrigens so getan als hätten sie nichts gesehen. Cool bleiben.

Ich habe Cathi dann nach Hause gebracht und an den Rest des Abends kann ich mich nicht mehr erinnern. Zu aufgeregt.

Das war der 11.06.2005. Seitdem sind 11 Jahre vergangen. Es gab viele Hochgefühle, aber natürlich auch ein oder zwei Tiefpunkte. Das ist aber auch okay. Ohne wäre es ja langweilig.

Die Leute fragen mich manchmal ob ich nicht etwas vermissen würde. Das Single-Sein, die Aufregung, das Abenteuer. Nun, ich würde sicherlich lügen, wenn ich sagen würde, dass mir noch nie dieser Gedanke gekommen ist. Aber um ganz ehrlich zu sein, habe ich das alles überhaupt nicht nötig. Ich kann mir den ganzen Herzschmerz sparen. Ich habe mit 16 gefunden, was viele Menschen nicht finden werden. Wonach so viele Menschen ihr Leben lang suchen. Ich habe einen Menschen an meiner Seite, der mich versteht, der mich fordert, der mich besser macht. Jemanden wie Cathi finde ich im Leben nicht mehr. Ich finde niemanden (außer Niko), der genauso einen bescheuerten Sinn für Humor hat, der mit mir und Maya auf der Couch liegt, Netflix guckt und entspannt ‒ und der Pizza so mag wie ich. Wir sind gemacht füreinander und haben das Glück gehabt, den Deckel zu unserem Topf zu finden.

Wir haben ein Vertrauen zueinander, das, glaube ich, nicht viele teilen. Wir haben ein Jahr getrennt voneinander in den USA bzw. Australien verbracht, sind in der Zeit ein Paar und auch treu geblieben. Wir leben beide nach der Devise, dass wir niemals im Weg stehen werden, wenn sich eine Chance für den anderen ergibt. Wir geben uns gegenseitig Freiraum, da wir wissen, dass wir auf den anderen zählen können. Ich glaube, dass das der wichtigste Punkt in unserer Beziehung ist. Deswegen ist diese Beziehung so erfolgreich und das unterscheidet diese Beziehung von so vielen anderen. Wenn man etwas liebt, muss man es mal loslassen können. Wenn es zurückkommt, war es nie wirklich weg. Wenn es nicht wiederkommt, dann sollte es nicht sein. Wir sind bisher immer wiedergekommen. In der Zukunft sehe ich auch nicht anderes.

Vor einem Jahr habe ich Cathi auf einem Roadtrip in Norwegen vor einer malerischen Kulisse im Nationalpark Jotunheim den Antrag gemacht. (So viel übrigens zum Thema Abenteuer 😉 Wir sind verliebt, verlobt und jetzt fehlt nur noch verheiratet.

Wie die Geschichte ausgeht, steht in den Sternen, ich freue mich aber auf jede weitere Zeile.

Cathi, ich liebe dich!

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5 Fragen an Cathi

B52.1 Wo liegen deine Wurzeln?

Ich bin im Südwesten Berlins geboren und aufgewachsen.

 

B52.2 Was macht dich besonders?

Ich bin niedlich und frech zugleich, außerdem mag ich Nüsse. Ich bin also prinzipiell ein Eichhörnchen. Ganz schön besonders, oder? Nur bin ich nicht so haarig und ich habe Höhenangst. Trotzdem finde ich mich aber immer wieder auf irgendetwas Hohem herumbalancieren. Vielleicht macht mich besonders, dass ich gerne Dinge tue, um aus meinem Wohlfühlbereich herauszukommen. Ich mag es Neues auszuprobieren und etwas zu schaffen. Andererseits mag besonders letzteres wohlmöglich jeder, oder? Hmm… Dann bin ich bestimmt einfach ganz normal, das ist auch toll :)

 

B52.3 Was wäre deine Superpower und wie würdest du sie nutzen?

Ich würde gerne jede Sprache inklusive Mundarten verstehen und sprechen. Und wenn wir schon dabei sind, zähle ich die Sprachen der Tiere (sind wir mal großzügig, auch die der Pflanzen) mit dazu. Dann könnte ich alle verstehen und mit allen kommunizieren.

 

B52.4 Woher beziehst du Inspiration und Motivation?

Inspiration aus unterschiedlichsten Geschichten; fiktive oder welche, die das Leben schreibt. Motivation bekomme ich von Basti, Familie und Freunden.

 

B52.5 Wenn du deinem 12-jährigen Ich eine Nachricht zukommen lassen könntest, was würde in der Nachricht stehen?

Vertrau auf Mama und dein zukünftiges Ich, wenn wir dir sagen: Du packst das alles schon!

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